Aktuelles aus der AWO Demokratiepraxis

Lange Nacht der Demokratie in Bayern

Am 2. Oktober 2021 fand die Lange Nacht der Demokratie in mehr als 30 Städten und Gemeinden in ganz Bayern statt. Zahlreiche Akteure der Zivilgesellschaft, darunter auch AWO-Akteure beteiligten sich an der Planung, Organisation und am vielfältigen Programm. In München verwandelte sich das Riesenrad im Münchner Werksviertel für eine Nacht in das „Demokratierad“, mehr als 3000 Besucher*innen kamen, um so Demokratie in Schwung zu bringen. Das Projekt AWO l(i)ebt Demokratie lud dabei in eine sogenannte „Demokratainment“-Gondel ein: In 80 m Höhe mit Blick über die ganze Stadt traf Demokratiebildung auf Entertainment, die Gondelbesucher*innen konnten beispielsweise ihr Wissen in einem unterhaltsamen Demokratiequiz unter Beweis stellen oder Demokratiewerte anhand eines XXL-Holzstapelturms diskutieren.

Workshops zur Bundestagswahl 2021 für Menschen mit Behinderung

Viele Menschen mit Behinderungen waren bis 2019 von Wahlen ausgeschlossen. Nun dürfen auch Erwachsene, die eine*n rechtliche*n Betreuer*in haben, wählen. Viele gaben bei der Bundestagswahl im September 2021 zum ersten Mal ihre Stimme ab.

Im Rahmen des Projektes „MitWirkung – Gesellschaft gestalten durch Engagement und Beteiligung“ wurden in der Kooperation mit dem AWO Senioren- und Sozialzentrum gGmbH Sachsen-West vor diesem Hintergrund in interaktiver Runde und verständlicher Sprache ein Workshop zum Thema Bundestagswahl und Parteiprogramme angeboten und durchgeführt.

Mit den Werkstattbeschäftigten wurde über die Aufgaben des Bundestages, die verschiedenen Parteien und ihre Wahlprogramme und den eigentlichen Wahlvorgang am 26. September gesprochen. Die politische Mündigkeit von Menschen mit Behinderung wird durch diese Angebote ernst genommen und unterstützt werden soll.

Newsletter der Demokratie-Projekte

03-2021 Newsletter Projekt ZukunftsChancen AWO Thüringen
Newsletter des Projektes "ZukunftsChancen"

Der aktuelle Newsletter des Projektes „ZukunftsChancen“ bietet neben wertvollen Veranstaltungs- und Publikationshinweisen auch einen extra Teil zur Bundestagswahl. Hier gibt es spannende Informationen zu Alternativen des bekannten Wahl-O-Maten sowie Hinweise zu Kampagnen und Aufrufen, um aktiv zu werden. Vor allem gibt es spannende Neuigkeiten aus dem Projekt „ZukunftsChancen“ zu erfahren – zum Beispiel ein Interview mit einer im Projekt weitergebildeten ZukunftsFörderin, die über ihre Motive, ihr Engagement und ihre Arbeit berichtet.

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Oktober Newsletter
Oktober-Newsletter

Der Oktober-Newsletter des Projektes „AWO l(i)ebt Demokratie“ stellt die anstehenden spannenden Veranstaltungen des Monats vor, die das Projekt organisiert und an denen es beteiligt ist. Außerdem gibt es unter der Rubrik „Lieblink des Monats“ eine tolle Entdeckung zur Auseinandersetzung mit demokratischen Werten. Der Newsletter kann unter zdt@awo-bayern.de abboniert werden und steht auch Webversion zur Verfügung.

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Bundestagswahl 2021

Am 26. September war die Bundestagswahl. Dies namen AWO Demokratieprojekte zum Anlass die Bedeutung jeder einzelnen Wähler*innen-Stimme deutlich zu machen und zur Beteiligung an den Wahlen zu motivieren.

Das AWO l(i)ebt Demokratie Projektteam aus dem Aktionsbüro Demokratie in München hat die Folgen des Nicht-Wählens kurz und kompakt in diesen Infokacheln aufbereitet.

Pia Duitsmann und Melanie Pfeiffer vom Projekt „MitWirkung – im Verband!“ haben Kolleg*innen der AWO Schleswig-Holstein gefragt, warum es ihnen wichtig ist, wählen zu gehen. Die Antworten wurden in kurzen Statement-Videos auf Facebook veröffentlicht.

Demokratiefest in Itzehoe, Schleswig-Holstein

Anlässlich des Internationalen Tags der Demokratie feierte das Projekt „MitWirkung – im Verband!“ und die AWO Schleswig-Holstein gemeinsam mit verschiedenen Vereinen und Einrichtungen aus der Region sowie vielen Besucher*innen bunt und engagiert das Demokratiefest in Itzehoe. Die Redner*innen forderten zu mutigem Eintreten gegen Demokratiefeindlichkeit auf. „Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit und die Veränderungen des gesellschaftlichen Klimas zeigen uns deutlich, dass wir nicht müde werden dürfen die Grundsätze der Demokratie zu verteidigen“, sagte Wolfgang Baasch, Vorsitzender des Präsidiums der AWO Schleswig-Holstein, zur Eröffnung des gut besuchten Demokratiefests auf dem Gelände des Itzehoer Sozialkaufhauses.

Mit dem Demokratiefest sollten Demokratie für Jung und Alt erlebbar und Gespräche miteinander angeregt werden. Neben vielfältigen Aktionen, die zum Feiern von Toleranz und Vielfalt einluden, setzte sich auch das Rahmen- und Bühnenprogramm interaktiv mit dem Thema Demokratiegestaltung auseinander. Auf dem Programm standen Spiele, Musik, eine Second-Hand-Modenschau, ein Speed-Talk über Demokratie, eine Fotobox mit Postkarten-Aktion, Film-Programm, ein Demokratie-Parcours, verschiedene Mitmach-Aktionen und viele Informationen rund ums Ehrenamt.

Bänke gegen Ausgrenzung und Rassismus

Projekte "AWO l(i)ebt Demokratie" und "MitWirkung - im Verband"

Zwei AWO Demokratieprojekte haben eine ganz besondere Aktion umgesetzt, um Gelegenheit zu bieten sich klar gegen Ausgrenzung und Rassismus zu positionieren. Das Projekt „AWO l(i)ebt Demokratie“ des AWO Landesverbandes Bayern setzte im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus mit der „Bank gegen Rassismus“ ein wichtiges Zeichen und lud dazu ein, sich auf der Bank fotografieren zu lassen und zu zeigen, dass man selbst auch keinen Platz für Rassismus hat.

Das Projekt „MitWirkung – im Verband!“ des AWO Landesverbandes Schleswig-Holstein platzierte die „Bank gegen Ausgrenzung“ auf dem Gelände der Landesgeschäftsstelle in Kiel und setzt damit ein öffentliches Zeichen für Solidarität und gegen Ausgrenzung.

Gefertigt wurden die Bänke gegen Ausgrenzung in der Schreinerei der DeinWerk gGmbH, einer Werkstatt für Menschen mit psychischer Behinderung in Trägerschaft der Lebenshilfe Heinsberg.

Mit einer Sitzprobe weihten Wolfgang Baasch (vorne), Vorsitzender des Präsidiums, und Vorstandsvorsitzender Michael Selck die „Bank gegen Ausgrenzung“ im August 2021 vor der AWO-Landesgeschäftsstelle in Kiel ein.

Zur Zeit steht die „Bank gegen Rassismus“ beim Münchener Aktionsbüro Demokratie, demnächst wird sie aber auch an weiteren Standorten in ganz Bayern zu sehen sein.

„Frauen zuhause nebenan und in der Welt“ - Frauen in Preetz berichten

Das Projekt „MitWirkung – im Verband!“ des AWO Landesverbandes Schleswig-Holstein e.V. hat im Anschluss an den diesjährigen Frauentag das AWO Integrationscenter Preetz und die Gleichstellungsbeauftragten der Region Kreis Plön für einen Film unterstützt.

Unter dem Motto „Frauen zuhause nebenan und in der Welt“ berichten Frauen aus Afghanistan, Deutschland, Eritrea, Ghana, Nigeria, Somalia und Syrien in bewegenden Selbstzeugnissen von ihren Erfahrungen, Hoffnungen und Wünschen. Sie alle haben ihr Zuhause in der kleinen norddeutschen Stadt Preetz.
Viel Freude beim Anschauen.

10 Jahre Demokratieförderung bei der AWO in Sachsen

Seit 2011 setzt sich der AWO Landesverband Sachsen im Projekt „MitWirkung – Gesellschaft gestalten durch Engagement und Beteiligung“ gemeinsam mit Einrichtungen der AWO in Sachsen ein für das demokratische und respektvolle Zusammenleben in- und außerhalb der AWO und thematisiert den Umgang mit menschenverachtenden Haltungen, mit Rechtsextremismus, aber auch die Förderung von Beteiligung und Nachhaltigkeit.

Was in diesen 10 Jahren erreicht wurde, welche wichtigen Meilensteine es gab und wie es nun weiter geht, könnt ihr hier nachlesen:

„Demokratie ist nicht selbstverständlich. Es gibt Menschen, die sie bekämpfen und abschaffen wollen, die die gleiche Würde aller Menschen in Frage stellen. Für Demokratie müssen wir uns unermüdlich einsetzen und stark machen, immer wieder aufs Neue.“

Ulrich Karg, Projektleiter „MitWirkung“

Erster AWO Demokratie-Newsletter veröffentlicht

Gemeinsam Demokratie stärken in der AWO – Newsletter 1-2021
Newsletter "Gemeinsam Demokratie stärken in der AWO"

Der erste Newsletter unseres bundesweiten Netzwerks der „Zusammenhalt durch Teilhabe“ Projekte der AWO wurde nun veröffentlicht.

Mit unserem Newsletter möchten wir ab sofort regelmäßig über die AWO Projektarbeit zur Demokratiestärkung informieren, auf interessante Veranstaltungen hinweisen und mit inhaltlichen Schwerpunkten die Auseinandersetzung über Formen der Diskriminierung anregen sowie Möglichkeiten des Handelns aufzeigen. Unser erster inhaltlicher Schwerpunkt beschäftigt sich mit dem Thema diskriminierungssensible Sprache am Beispiel von Sprache und Behinderung. Ein Blogbeitrag, ein Interview und eine Sammlung von Informationen bieten den Leser*innen Anregungen zur Auseinandersetzung mit dem Thema.

Wir wünschen allen Leser*innen gute Anregungen und freuen uns, wenn ihr Kontakt mit uns aufnehmt, um mehr zu erfahren.

Wenn ihr den Newsletter abbonieren möchtet, meldet euch einfach im unteren Bereich unserer Homepage an.

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Ein halbes Jahr Auf und Ab:

Das LSBTIQ*-Schild im Dortmunder Westpark

Im Herbst 2020 setzte das Projektteam „Zukunft mit Herz gestalten!“ ein Zeichen für Toleranz und Gleichstellung. Gemeinsam mit einer Reihe Kooperationspartner*innen malten sie am Eingang zum Dortmunder Westpark – im Stile eines Zebrastreifens – regenbogenfarbene Balken auf den Boden. Der Regenbogen, ein Zeichen der Lesben-, Schwulen-, Bisexuellen-, Transidenten-, Intersexuellen- und queeren-Community, schmückt seitdem die Ecke Lange Straße/ Westpark. Neben dem bunten Zebrastreifen wurde ein Schild platziert.

Nach nur kurzer Zeit wurde das an dieser prominenten Stelle platzierte Schild beschädigt, getaggt und beklebt. Die Botschaft des Schildes wurde dadurch irgendwann unsichtbar. Es folgten mehrfache Reiningungsaktionen durch das Projektteam. Doch Aceton und Schwämme halfen leider nicht mehr, als das Schild schließlich im Dezember vergangenen Jahres einfach verschwunden war.

Wie es dann weiterging und wie die Projektverantwortlichen mit diesen Herausforderungen umgingen, könnt ihr hier nachlesen: