Politische Bildung für Menschen mit Behinderungen

Im Rahmen des Projektes „MitWirkung – Gesellschaft gestalten durch Engagement und Beteiligung“ wird bei der AWO Senioren- und Sozialzentrum gGmbH Sachsen-West die Emanzipation von Menschen mit Behinderung als aktive mündige Bürgerinnen und Bürger im Gemeinwesen unterstützt und initiiert.

Ziel des Projektes ist es gemeinsam mit den Einrichtungen der AWO das demokratische Zusammenleben innerhalb und außerhalb der AWO zu stärken und wirksame Mittel für den Umgang mit menschenverachtenden Haltungen zu entwickeln.

Hintergründe der Durchführung dieses Projektes sind zum einen das bekannte Interesse der Menschen mit Behinderung an politischen Themen, zum anderen auch das Inkrafttreten des Bundesteilhabegesetztes, welches den Menschen mit Behinderung mehr Teilhabe und Selbstbestimmung ermöglicht.

Erster Workshop für Menschen mit Behinderungen

In Zusammenarbeit mit dem AWO Landesverbands Sachsen e.V.  werden Workshops und Formate der politischen Bildung entwickelt, erprobt und durchgeführt, die sich an den Bedürfnissen der Zielgruppe orientieren, um den Emanzipationsprozess voranzutreiben. In diesen Bildungsangeboten werden politische Themen wie „Mitbestimmung, Gesetze, Gesetzesbildung, Parteien, …“ praxisnah und anschaulich bearbeitet und den Menschen mit Behinderung nähergebracht.

Erste Erfahrungen konnten mit dem Workshop „Unser Grundgesetz und wie Gesetze entstehen“ gesammelt werden. Spannende Diskussionen und lernfreudige Workshop Teilnehmer*innen bestätigen die Relevanz der Angebote der politischen Bildung für Menschen mit Behinderung. Das Interesse an weiteren Konzepten ist groß und durch die Vielfalt an Themen sind hier keine Grenzen gesetzt. Ganz aktuell werden beispielsweise das Thema Verschwörungsideologien oder mit Sicht auf die kommende Bundestagswahl auch die Wahlprogramme der verschiedenen Parteien behandelt. Die Workshops werden in leichter, verständlicher Sprache durchgeführt und die Visualisierung der Inhalte ist ein wesentlicher Bestandteil zur Vermittlung der Themen. Dabei werden immer auch die Lebenswelten der Teilnehmenden berücksichtigt.

Die positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden wie auch die der Betreuer*innen ermutigen uns dazu, auch weiterhin Workshops anzubieten.