Antidiskriminierung verankern
Solidarität entsteht im Miteinander. Sie bedeutet, füreinander einzustehen und den anderen zu helfen. Unsere gemeinsame politische Überzeugung ist die Basis für gegenseitige Verantwortung und Verpflichtung. Solidarität kennt keine nationalen Grenzen. Der Staat macht durch Recht Solidarität bindend. Im Zusammenschluss haben die Menschen die Kraft, sich gegen Unterdrückung und Ausbeutung zu wehren. Wer in Not gerät, kann sich auf die Solidarität der Gesellschaft verlassen.
Ziel des Projektes "Haltung wird Handeln" in der AWO Vielfalt gGmbH ist es, Interventionsansätze zu entwickeln, die die Mitarbeiter*innen (MA*) im und für das Themenfeld Anti-Diskriminierung sensibilisieren, sie bezüglich der Handlungssicherheit stärken und sie somit befähigen, als Multiplikator*innen der demokratischen Wertevermittlung tätig zu sein.
Mitarbeiter*innen der AWO.
Sensibilisierung der MA* und Handlungssicherheit im Umgang mit Diskriminierung durch:
• Workshops zu Diskriminierungsthemen (Sexismus, Adultismus, Klassismus, Homophobie, Trans- und Interfeindlichkeit)
• Anti- Rassismus-Trainings
• Argumentations- und Handlungstrainings
• Ausbildung von MA zu Berater*innen im Themenfeld Diskriminierung
• Begleitung des Berater*innenteams und Aufbau eines regelmäßigen Beratungsangebots innerhalb der AWO Vielfalt
• Verankerung der Anti- Diskriminierungsthemen und Aufgaben in Organisationsstrukturen.
Im Verlauf der Arbeit seit 2020 ist zu beobachten, dass Diskriminierungsfälle schneller erkannt werden und von ausgebildeten MA* bearbeitet werden können. MA*, die sich in die Auseinandersetzung begeben haben, melden zurück, dass sie mehr Handlungssicherheit im Umgang mit diskriminierenden Äußerungen und Handlungen in ihrem Umfeld erleben. Die interne Sichtbarkeit der Themen ist gestiegen (bspw. durch Projektlogo, Beiträge in Newsletter, Themensetzung in Willkommensveranstaltungen, thematische Auslagen, verschicken von digitalen Veranstaltungshinweisen zu Anti-Diskriminierung und Demokratiethemen, etc.) Es gibt ein stärkeres Bewusstsein in der Organisation, für demokratische Haltung und vielfaltssensibles Handeln. Prozesse in der Organisationsstruktur werden hinterfragt und ggf. angepasst. MA* sind sich durch die wiederholte Thematisierung der Bedeutung der Themen und der Bedeutung ihrer Haltung für die gesellschaftliche Auseinandersetzung bewusster. Es hat an verschiedenen Stellen eine Verankerung der Themen stattgefunden, (in Dienstberatungen und auf Klausurtagungen, Nutzung von WS zu diesen Themen, Implementierung und Nutzung eines regelmäßigen Beratungsangebots). Die Beteiligung von MA* an öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen zu Anti-Diskriminierungsthemen ist gestiegen. Das Projekt wird gefördert durch das Bundesprogramm ZdT und die Landeszentrale für politische Bildung MV.
Solidarität: Durch die Qualifizierungsmaßnahmen im Demokratieprojekt wurde das Bewusstsein in der Organisation für demokratische Haltung sowie vielfaltssensibles und solidarisches Handeln gestärkt.
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https://demokratie.awo.org/demokratie-vor-ort/haltung-wird-handeln/
Janin Blam-Kampehl
E-Mail: j.blam-kampehl@awo-vielfalt.de
Website: https://www.awo-mst.de/haltung-wird-handeln/