Gewinnung und Bindung von Mitgliedern und Engagierten
Toleranz erwächst aus dem Bewusstsein, dass jeder Mensch in seiner Einzigartigkeit anerkannt wird. Andere Meinungen, Ideen, Normen, religiöse und weltanschauliche Überzeugungen und Gewohnheiten sind so lange zu akzeptieren, wie sie vereinbar mit unseren Grundrechten und Grundwerten sind. Die Vielfalt der Menschen ist durch Gesetze zu schützen. Toleranz lebt vom freien und gleichberechtigten Austausch aller Menschen über die Normen in der Gesellschaft.
Durch regelmäßige Angebote zur Gruppensupervision erhalten ehrenamtlich Engagierte die Möglichkeit, ihre Erfahrungen in dieser Rolle und Tätigkeit professionell zu reflektieren.
Ehrenamtlich Engagierte in der AWO.
Demokratieberater*innen sind im Projekt Ansprechpartner*innen für Fragen und Probleme zur Demokratiestärkung und Antidiskriminierungsarbeit im Verband, die im Rahmen einer Förderung durch das Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ an einer Weiterbildung teilgenommen haben. Ziel ist es, die Handlungsfähigkeit der Demokratieberater*innen zu erhalten, zu erweitern oder wiederherzustellen und so die Qualität der Beratungstätigkeit zu sichern. Die Demokratieberater*innen werden über die Weiterbildung hinaus begleitet und unterstützt und erleben so eine Wertschätzung ihrer Tätigkeit. Die Bindung an den Verband und das Netzwerk der Demokratieberater*innen untereinander werden gestärkt. In regelmäßigen Abstand von 2-3 Monaten findet ein Supervisionsnachmittag für Demokratieberater*innen (3 Stunden) statt. Die Teilnahme ist freiwillig. Der Nachmittag wird von einem*einer professionellen Supervisor*in angeleitet. Themen für die Supervision können im Vorfeld eingereicht oder während der Supervision eingebracht werden.
Bei der Etablierung des Angebots müssen die Teilnehmenden zunächst mit dem Konzept der Supervision vertraut gemacht werden. Das Angebot mit 4-5 Sitzungen im Jahr ist leicht umzusetzen und kann auch für andere Zielgruppen aus Ehren- und Hauptamt eine hilfreiche Maßnahme zur Reflexion der (Zusammen)arbeit sowie zu deren Qualitätssicherung sein (z.B. Alltagsbetreuer*innen, Antidiskriminierungsbeauftragte, Berater*innen etc.). Die Anzahl der Teilnehmenden ist dabei nicht entscheidend für den Erfolg einer Sitzung.
Durch regelmäßige Supervisionsangebote wird die Identifikation mit allen AWO Werten gestärkt. Im Fokus steht der Wert Toleranz, da es hierbei um die Unterstützung eines gleichberechtigten Austauschs der betreffenden Personen geht. Aber es geht auch um Solidarität: In der Supervision unterstützt man sich gegenseitig.
Lea Korossy, Projekt "Gemeinsam.Demokratisch.OhneGrenzen" | AWO Bezirksverband Mittelrhein
E-Mail: lea.korossy@awo-mittelrhein.de
Website: https://demokratie.awo.org